Kirchgemeinde Weixdorf mit Hermsdorf und Grünberg | kg.weixdorf@evlks.de
+ Ev.- Luth. Kirchgemeinde Weixdorf

Leben und Glauben

 

Neues aus der "Kirchenecke" 

 

 Andachten zum Nachlesen

Liebe Leserinnen und Leser,

Ein Pfarrer, den ich zu meinen geistlichen Vätern zähle, hat im hohen Alter die Frage, wie es ihm geht, allemal so beantwortet: „Unverdient gut“.

 

Eine meiner nicht mehr ganz jungen Bekannten gibt mir – ganz anders – oft zu verstehen, es gehe ihr „unverdient schlecht“. Ich merke das, wenn sie mir aufzählt, wo überall ihr eine Laus über die Leber läuft und wenn sie am Ende der Litanei ausruft: „Womit habe ich das verdient?“

 

Ein junger Mensch, den ich nur als flexibel, belastbar und dynamisch charakterisieren kann, behauptet dagegen keck, es gehe ihm „verdient gut“. „Alles hart erarbeitet“, so bilanziert er stolz; und ich muss, wenn ich ihm zuhöre, an den rundlichen Helden eines Kinderbuches der Astrid Lindgren denken, der sich selber so besingt: „Ei wie bin ich gut, ei wie bin ich klug und grade, grade dick genug“.

 

Die entgegengesetzte Einsicht, dass es einem Menschen „verdient schlecht“ geht, begegnet mir wohl nur in der Bibel – da bekennt einer der Männer, die mit Jesus gekreuzigt wurden: „Wir empfangen, was unsere Taten wert sind“.

 

Wo ich selber bei der Frage, wie es mir geht, gedanklich Inventur mache, genügen mir für meine Antwort nicht zwei kleine Wörter. Zu sehr bedrückt mich das, was in der Ukraine geschieht und längst auch in unserem Alltagsleben seine Spuren hinterlässt. Zu stark bin ich auch noch umgetrieben davon, wie Corona und der Umgang damit das gesellschaftliche  Klima vergiftet hat. Und sollte das alles mal ausgestanden sein, wartet schon Greta Thunberg mit ihren jugendlichen Mitstreitenden an der nächsten Ecke, um uns Älteren den Zustand der Erde um die Ohren zu hauen. Nein, es ist einfach zu viel los in der Welt, das einem – verdient oder unverdient – die Laune gründlich verhageln könnte. Könnte – aber auch müsste?

 

2021

Weihnachtsbotschaft von Landesbischof Tobias Bilz

Das Wort zum 1. Advent von Landesbischof Tobias Bilz

 

2020

Angedacht Johannistag

Angedacht Trinitatis

Angedacht Pfingsten 

Angedacht Kantate und Rogate 

Angedacht Coronabrief 

Angedacht Ostern

Angedacht Judika 

 Angedacht zur Passionszeit 

Angedacht Spielraum

Angedacht Spiegel

Angedacht nach Weihnachten

Angedacht zum Neujahr

Angedacht zu Silvester

Angedacht zum Weihnachtsfest

Andacht zum 4.Advent

Andacht zum 3.Advent

Andacht zum 2.Advent

  

 Mein Freund Karl hat auf seinem Schreibtisch eine Karte stehen mit dem Spruch: „Man könnte sich den ganzen Tag über nur aufregen. Aber man ist nicht dazu verpflichtet.“      Ich muss, wenn ich diese beiden Sätze auf mich wirken lasse, an den großen Liederdichter Paul Gerhardt denken. Ich hab‘ das mal irgendwo gelesen, dass seine Frau oft von düsteren Stimmungen geplagt gewesen sei. Ihr Mann habe ihr deshalb den therapeutischen Rat gegeben:

„Geh aus mein Herz und suche Freud“,

 also geh hinaus in Gottes schöne Welt, sieh an der schönen Gärten Zier, schau, wie die Bäume voller Laub stehen und das Erdreich seinen Staub mit einem grünen Kleid bedeckt, hör, wie die hochbegabte Nachtigall Berg, Hügel, Tal und Felder mit ihrem Schall ergötzt – und dann komm gegen alle trüben Gedanken zu dem Schluss: „Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen Gottes großes Tun erweckt mir alle Sinnen!“

Diese Geschichte ist zu schön, um nicht wahr zu sein. Dabei sollten wir uns bewusst machen, dass der Dichter am Ende des 30jährigen Krieges keine heile Welt besingt. Vielmehr, er will uns dazu anstiften, diese Welt so zu heilen, dass sie wieder zu dem wird, was Gott sich bei seiner Schöpfung gedacht hat. Dabei weiß er, wieder gut wird’s dort, wo „viele kleine Leute an vielen kleinen Orten“ damit beginnen, das Gerechte zu tun. 

 

Deshalb bittet er am Ende des Liedes für sich, für uns, ja, für die Menschheit insgesamt.

 

Mach in mir deinem Geiste Raum,

dass ich dir werd ein guter Baum

und lass mich Wurzel treiben.

Verleihe, dass zu deinem Ruhm

ich deines Gartens schöne Blum

und Pflanze möge bleiben.


Pf.i.R. Frieder Hecker

 

 

 

Als evangelisch- lutherische* Kirchgemeinde im Norden Dresdens gehören wir zur Sächsischen Landeskirche.
(* ... 
Leben und Glauben  (HTML Document: 11478 Bytes))

Zu unserer Kirchgemeinde gehören ca. 1120 Christen, die in den Orten
Weixdorf,
Hermsdorf und Grünberg leben.

Zusammen mit den Gemeinden Klotzsche mit Hellerau, Medingen - Großdittmannsdorf, Wilschdorf - Rähnitz, Ottendorf-Okrilla und Langebrück bilden wir seit dem 02. Januar 2021 das

 

Ev.-Luth. Kirchspiel Dresdner Heidebogen.  

 

Wir wollen die Menschen in diesen Orten mit der Botschaft von Jesus Christus /

BasisBibel bekannt machen und auf ihrem Weg begleiten.

 

Dazu laden wir herzlich zu unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen ein.

 

  

weitere Infos:
- zur Geschichte unserer Kirche: Baugeschichte
Pastor-Roller-Kirche
  Lausa (DD-Weixdorf)  
- zu
Pastor Roller  dem überregional bekannten Pfarrer, der in Lausa
  (heute Teil von Weixdorf) von 1811 bis 1850 wirkte und den Berichten
 
Wilhelm v. Kügelgens über ihn in seinen
 
"Jugenderinnerungen eines alten Mannes"

 


 

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