Kirchgemeinde Weixdorf mit Hermsdorf und Grünberg | kg.weixdorf@evlks.de
+ Ev.- Luth. Kirchgemeinde Weixdorf

 

Unsere Kirchenecke   

         Die Kirchgemeinde Weixdorf lädt ein

 

Sonntag, 11.08.   9.30 Uhr Gottesdienst, Kindergottesdienst in Langebrück

Sonntag, 18.08. 10.30 Uhr Familiengottesdienst zum Schulanfang

Sonntag, 25.08.   9.00 Uhr Gottesdienst mit Taufgedächtnis, Kindergottesdienst

Sonntag, 01.09.   9.30 Uhr Gottesdienst, Kindergottesdienst, Kirchenkaffee

 

Liebe Leserinnen und Leser

„Man sieht sich“ – „Bis morgen“ – „Wir telefonieren“.

Solche Verabschiedungen mag ich nicht. Alles reduziert auf ein Kopfnicken –

belanglos - ohne Interesse füreinander – gar lieblos.

Gut, nicht jede Verabschiedung muss mit einer Umarmung verbunden sein.

Aber solche Abschiedsworte sind für mich wertlos.

Schon ganz anders klingt es: „Lass es dir gut gehen“ – „Komm gut nach Hause“- „Gute Fahrt“- „Bleib gesund“ – „Alles Gute“ – „Auf ein frohes Wiedersehen“…

Solche guten Wünsche – die haben Wert. Sich Gutes zu wünschen, darin liegt eine Kraft, die wir zum Leben brauchen.

Viele verabschieden sich heute mit einem „Tschüss“. Ein Modetrend? Könnte man meinen.

Doch dieser Gruß ist keine Neuerfindung. Er hat eine alte Geschichte und eine ganz besondere Bedeutung.

Als die Hugenotten im 17. Jahrhundert von Frankreich nach Berlin kamen, verabschiedeten sie sich mit einem „Adieu“, nach eben französischer Art.

In ihrem tiefen Glauben wünschten sie sich einander ein „Gott befohlen“.

Im Laufe der Zeit wurde aus diesem Gruß - ein wenig ans Deutsche angepasst –

ein „Atschüss“. Geblieben ist im Laufe der Zeit das „Tschüss“, das sich so großer

Beliebtheit erfreut.

„Gott befohlen“, solch einen Gruß kann man noch heute in kirchlichen Kreisen hören. Aber, dass wir uns über Grenzen hinweg oft mit einem „Tschüss“ verabschieden, das ist bedeutsam.

„Gott befohlen“, das heißt doch: „Möge Gott mit dir sein.“ Das ist doch ein guter Wunsch, finde ich.

Und so schnell sollten wir Überkommenes nicht über Bord werfen. Es hat einen tiefen Sinn, bei einem Abschied sich solch eine Begleitung zu wünschen.

So ist ein „Tschüss“ doch mehr als nur ein formaler Abschiedsgruß.

In diesem Sinne „Tschüss“ und eine gute Zeit.

Pfr.i. R. Johannes Affolderbach