Kirchgemeinde Weixdorf mit Hermsdorf und Grünberg | kg.weixdorf@evlks.de
+ Ev. Luth. Kirchgemeinde Weixdorf

 

Unsere Kirchenecke 

           Die Kirchgemeinde Weixdorf lädt ein

 

 

Sonntag, 18.02.    9.30 Uhr Gottesdienst in Grünberg, Kindergottesdienst

Sonntag, 25.02. 10.30 Uhr Abendmahlsgottesdienst, Kindergottesdienst

Mittwoch, 28.02. 19.30 Uhr Gemeindeabend im Rollersaal
                                            mit der Kinderpsychologin Heike Lehmann:
                                            „Psychische Erkrankungen bei Kindern“

 

Liebe Leserinnen und Leser,

„Denn es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust.“ (5. Mose 30, 14) – so lautet der Monatsspruch aus den Herrnhuter Losungen, der uns durch den Februar begleitet.

Als Mose diese Worte zum Volk Israel sprach, befanden sie sich noch in der Wüste. Sie waren schon fast im von Gott verheißenen Land angekommen, Mose blickt auf die Reise des Volkes zurück und gibt die Verheißungen und Gebote Gottes noch einmal mit Nachdruck an sein Volk weiter, denn er wird nicht mit ihnen in das Land einziehen können. Wenn die Israeliten Gott treu sind und seine Gebote halten, so verspricht Gott ihnen, immer mit ihnen zu sein, sie zu beschützen und zu segnen. Es soll ihnen gut gehen. Auf den ersten Blick klingt das sehr positiv. Die Menschen wissen, was recht ist, es ist ihnen ja in den Geboten vorgegeben. Wenn sie dies nun auch einhalten und so leben, wie es in der Schrift steht, wird alles gut werden. Doch von einem Happy End mit dem Einzug der Israeliten ins Gelobte Land lesen wir nichts. Trotz bester Voraussetzungen, Wohlstand und göttlichem Segen haben die Israeliten sich nicht an den Bund gehalten, den Gott mit ihnen geschlossen hat. Ja, die ganze Menschheit vermag es nicht, so zu leben, wie Gott es geboten hat, damit es allen Menschen gut geht. Das erkennen wir heute mehr denn je, da wir Informationen aus allen Ländern der Erde in Sekundenschnelle erhalten und immer vor Augen haben, wie viel Not, Ungerechtigkeit und Leid herrschen. Und das alles geht von Menschen aus, die nicht das tun, was gut und richtig ist. Manchmal verzweifle ich in innerlich darüber und doch weiß ich, dass auch ich nicht perfekt bin, Fehler mache und andere Menschen verletze, und dass, obwohl ich weiß, was richtig ist, obwohl ich weiß, was Gott von mir will. Das geht uns allen so. Natürlich haben die Menschen in vielen Ländern inzwischen hilfreiche und notwendige Fortschritte erzielt, mit denen vielen Menschen geholfen werden kann. Aber wie viel besser ist die Welt dadurch geworden? Ich merke, dass der Hang zum Bösen in uns allen angelegt ist. Deshalb musste das Wort erst Fleisch werden. In Jesus Christus ist Gottes Wort den Menschen so nah gekommen wie nur möglich. Er selbst hat die Gebote nicht widerlegt sondern sie erfüllt. Ja, er starb sogar für die Sünden aller Menschen – daran denken wir besonders in der nun kommenden Passionszeit. Er bietet Vergebung, wo wir die Gebote nicht halten können. Und er hat verheißen, dass mit seiner Wiederkunft eine Zeit anbrechen wird, in der es keine Ungerechtigkeit mehr geben wird. Durch Jesus haben wir die Hoffnung, dass wir trotz allen menschlichen Scheiterns auf eine Ewigkeit hoffen dürfen, in der alles gut sein wird. Durch Jesus haben wir aber auch die Kraft, die Motivation und den Auftrag, bereits jetzt auf diese Ewigkeit hinzuarbeiten. Denn sein Wort ist ganz nahe bei uns – in unserem Mund und in unserem Herzen – und wir sollen es tun.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine besinnliche Passionszeit.

Cornelia Großmann