Kirchgemeinde Weixdorf mit Hermsdorf und Grünberg | kg.weixdorf@evlks.de
+ Ev.- Luth. Kirchgemeinde Weixdorf

 

Unsere Kirchenecke   

         Die Kirchgemeinde Weixdorf lädt ein

 

Sonntag, 19.01.   9.00 Uhr Gottesdienst, Kindergottesdienst, Kirchenkaffee

Sonntag, 26.01. 10.30 Uhr Abendmahlsgottesdienst, Kindergottesdienst

Sonntag, 02.02.   9.30 Uhr Gottesdienst, Kindergottesdienst, Kirchenkaffee

„Durch die einsamen Täler des Piemonts“

Der Gesprächskreis lädt herzlich am Mittwoch, 29.01., 19.00 Uhr zum Gemeindeabend in den Rollersaal mit einem interessanten Reisebericht
von Grit und Thomas Hering ein.

 

Ich glaube, hilf meinem Unglauben! Markus 9,24

Liebe Weixdorfer Nachrichtenleser,

mit „glauben“ meint jeder etwas anderes. Wir haben etwas gesehen und sollen nun Auskunft geben und sagen: „Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube schon.“ Eltern sagen ihren Kindern: „Ich weiß, dass du das schaffst, ich glaube an dich.“ Wenn wir auf jemanden warten, hören wir: „Ich glaube, der kommt noch.“ Christen sagen: „Ich habe meinen Glauben.“ Den bekennen sie in jedem Gottesdienst im Glaubensbekenntnis.

Und doch ist es auch für Christen nicht so einfach mit dem Glauben. So lange das Leben in geordneten Bahnen läuft, fällt es leicht, an Gott zu glauben. Aber wenn Krankheiten, Leid oder Notzeiten kommen, dann werden Zweifel laut. Dunkle Wolken mitten im Sturm auf hoher See überschatten den Glauben. Wir wollen an Gott glauben, aber die Umstände bringen unser Boot zum Schaukeln. Die hohen Wellen machen uns Angst. Wir haben das Gefühl, zu versinken.

Glaube und Zweifel liegen eng beieinander.

Kommt unser Lebensboot in ein Unwetter, dann dürfen auch wir rufen: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“, so, wie es ein Vater tat, der sein krankes Kind zu Jesus brachte. Jesu Freunde konnten dem Kind nicht helfen, nun setzte er seine Hoffnungen auf Jesus. Der Vater verließ sich auf Jesus, denn dessen Wirken ist nicht von uns oder der Stärke unseres Glaubens abhängig.

Jesus hat damals das kranke Kind geheilt.

Vielleicht haben wir das selbst schon erlebt: Menschen wurden gesund oder ein Problem löste sich in Luft auf. Oder auch das: Wir haben alles versucht, ja, wir haben auch gebetet und es wurde trotzdem nicht besser. Der Sturm in unserem Leben kam nicht zur Ruhe.

Gott sitzt trotz aller Stürme und Zweifel mit im Boot. Wir dürfen ihn bitten, uns Kraft zu schenken. Wir dürfen genau so rufen: Ich glaube, hilf meinem Unglauben.

Lange nicht immer wird jemand gesund, lange nicht immer erfahren wir die Hilfe so, wie wir uns das wünschen, aber vielleicht bekommen wir dir nötige Kraft geschenkt, das, was auf uns zukommt, zu tragen.

Christen sind nicht unbedingt die besseren Menschen, aber sie haben es besser. Sie haben jemanden, an den sie sich wenden können, den sie um Hilfe bitten können, dem sie ihre Not klagen können und von dem sie wissen: Er hört zu.

Glauben kann ich nicht von heute auf morgen. Glauben muss ich einüben, immer wieder. Helfen kann mir dabei eine Gemeinschaft.

Ein neues Jahr liegt vor uns. Wir nehmen uns etwas vor für dieses Jahr. Wie wäre es, dem Glauben trotz vieler Zweifel Raum zu geben?

Herzlich grüßt Sie Ihre Pfarrerin Christiane Rau